Grundsätzliches über die Arbeit im Grützekraftwerk

Zunächst möchte ich nur kurz das allgemeine Arbeitsumfeld näher beschreiben, bzw. ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um ein Corporate Blog handelt, sondern um ein persönliches Blog von meinem Kollegen und meiner Wenigkeit. Zum einen schreiben wir dieses Blog, um die Wartezeiten zwischen den einzelnen Testfahrten des Reaktors zu verkürzen, zum anderen, um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Die Schichten hier sind relativ lang.

Betrieben wird dieser Reaktor von einem Konsortium verschiedenster Energiekozerne, Nahrungsmittelhersteller und den Bayerischen Staatsministerien für Kunst, Unterricht, Wissenschaft, Kultur, Ernährung, Reaktorsicherheit, Umwelt, Wirtschaft, Landwirtschaft und Forsten. (Offiziell sind die Zuständigkeitsbereiche natürlich anders verteilt, aber in der Summe kommt das hin.)

Kurz zum Grützekraftwerk an sich. Es handelt sich hier um einen Forschungsreaktor, dessen Zweck vor allem darin besteht, die Energiegewinnung aus Grütze weiterzuentwickeln. Kurz gesagt untersuchen wir hier die Möglichkeiten der Stromerzeugung aus der Grützespaltung und der Grützefusion. Spaltversuche haben bisher gezeigt, daß grüne Grütze hier eine erheblich höhere Ausbeute an Energie aufweist als die korrepondierende rote Grütze. Im Fusionsreaktor betreiben wir die in den letzten Jahren stetig verfeinerte Fusion von roter und grüner Grütze. Dieser klassische Ansatz scheint sich durchzusetzen, aber die Meinungen sind auch hier gespalten.

Soviel für heute, jetzt ist Zeit für einen kleinen Kontrollgang.

Über Reaktorsicherheit

Stephan war schon seit frühester Kindheit mit der Reaktorsicherheit im Kraftwerk betraut und führt diese Aufgabe bis heute in seinem Wirkungsbereich. Er betreut sowohl unsere klassischen Reaktoren zur Grützespaltung als auch unsere neuen Fusionsreaktoren.