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Über Supergau

Christian war für die letzten 42 der 25 Störfälle im Kraftwerk verantwortlich. Er setzt sich vehement für die bessere Unterscheidung von roter und grüner Grütze ein - vordringlich durch Einführung eines neuen Farbleitsystems.

HAPPY NEW EAR everyone!


Aus unserer Reihe „Wir tun so, als hätten wir’s nicht gemerkt“ anbei unsere Neujahrsgrüße … vielleicht sollten wir das nächste Mal zeitnah kontrollieren, ob der Gruß- und Großbuchstaben-Lieferant richtig gearbeitet hat – evtl. hat sich aber auch ein Fehler unseres Chefeinkäufers eingeschlichen, der nur wieder an’s Essen dachte!

Supergau: Grütze ausverkauft

Als hätten wir es kommen sehen – unsere Grützetanks sind total leer, die Lager unserer Händler geplündert – sogar den Magen unseres Grützebärens haben wir ohne Erfolg ausgepumpt (nun, da war alles andere als Grütze drin, dafür geht’s dem Guten nun auch wieder besser). Der gebeugte BWLler mag nun sagen, dass wir im Fach „Produktion&Logistik“ geschlafen haben – nun, das sicher auch – aber wer konnte ahnen, dass, nachdem das Salz vielerorts ausverkauft ist, die Nachfrage nach Grütze dermaßen in die Höhe schnellt:

Die Ursache ist allerdings simpel: die kleinen Kernchen in unserer Grütze bieten einen hervorragenden Rutsch-Schutz®.

Grütze ist außerdem extrem kältebeständig, übersteht mühelos Vanillesoße oder auch Speiseeis in beliebiger Menge, ohne sich damit zu vermischen.
Jedenfalls sind Kollege Werksschutz und ich nun in geheimer Mission unterwegs, möglichst unerkannt zwischen den Tagen sämtliche Grütze-Zutaten in der Umgebung aufzukaufen, bevor jemand auf die gleiche Idee kommt.

Erneute Sperrung des Luftraums

Ich trau’s mich ja kaum zu schreiben … nachdem die Luft halbwegs rein war heute morgen …

Highway to Hell äääh Gruetzekraftwerk
Ansicht vom Kraftwerkshighway heute morgen

… kamen wir (bzw. eigentlich ja ich) auf die glorreiche Idee, den Grill nochmal anzuschmeißen, da wir ja gestern an der Tanke neue Grillbriketts mitgenommen hatten. Ich weiß nicht, ob’s an der Feuchtigkeit der Kohlen lag (Bär komma sabbernd komma Mitternachtsschlaf) oder an unserem Grillanzünder – das Ergebnis war das gleiche wie am Wochenende: eine riesen Aschewolke über dem Kraftwerk. Nun, nachdem wir gestern abend wenigstens einen Werkswagen aus der Werkstatt wieder abholen konnten, war der Fuhrpark zumindest etwas minimalistisch wieder am Start. Allerdings waren wir ja auch gestern bei der Tanke, natürlich nicht um zu tanken, sondern um allerlei Knabbersachen und andere hochprozentige Waren zu erwerben – entgegen des Verlangens der Tankanzeige unseres treuen Arbeitsfahrzeuges. Nun, die Quittung kam, als ich nochmal in jenes Fahrzeug steigen wollte, um die vergessenen Grillwürstchen zu organisieren. Sprit leer, Asche da, Flughafen gesperrt. Nur diesmal mit dem Unterschied, dass wir nun hier festsitzen. Nun, bevor hier falsche Anschuldigungen entstehen: ich nehm alles auf meine Kappe und ich hoffe mal, dass unser Chef nicht arg sauer ist, wobei ich mir vorstellen kann, dass das mächtig Ärger geben könnte, sofern sich die neue Wolke verzogen hat 😉

+++ Breaking News zum Flugraum +++

Ganz aktuell aus dem Kraftwerk … den Kollegen ist es wohl gelungen, den Grützebären auszufliegen. Ziel der Mission: die nächste Tanke, Nahrung und Sprit besorgen … und dafür wird man mitten in der Nacht am Diensthandy angerufen … damit jemand den Jungen zurückbringt – aber das können’s schwer knicken, wir werden morgen früh pünktlich um 9 die Firma betreten – Sprint und Knabbersachen für die Nacht haben wir ja, um vergnügt die verzweifelten Anrufe der Ausharrenden entgegen zu nehmen.

Kraftwerks-Airport auf Grund von Grillasche in der Luft gesperrt

Wie vielleicht der gebeugte Leser bereits aus der Presse erfahren hat, ist auch unser kraftwerkseigener Flughafen (für die die Ortsunkundigen unter uns: das Gebäude mit dem Runway, quasi gleich neben dem Kindergarten) auf Grund von Asche im Luftraum gesperrt. D.h. das Kraftwerk ist heute geschlossen da wir heute morgen nicht zu Arbeit konnten, die Kollegen die am Wochenende die Stellung hielten sind k.o. – die Anreise mit dem Auto wäre für uns heute extrem beschwerlich gewesen, da genau heute alle Fahrzeuge in der Werkstatt sind. Über die Entstehung der Aschewolke können wir daher nur mutmaßen und uns auf Augenzeugenberichte und natürlich die Überwachungskameras verlassen – wir haben daher einen begründeten Verdacht – die Buzzwords „Grützebär“, „Grill“, „Grillanzünder“, „Billig-Kohle“ und „“angebranntes Fell“ sprechen Bände und kommen in unserer Rekonstruktion der Ereignisse vor – die Überwachungsbänder lassen den entsprechenden Schluss zu, d.h. zumindest als auf den Kameras noch etwas zu sehen war. Für die Kollegen, die die Stellung halten, wurden nun Fellbetten aufgestellt, um noch länger auszuharren, bis wir uns bis zum Kraftwerk vorgekämpft haben, aber das kann bis morgen dauern – unser Metzger hat heute zu und ohne Brotzeit gehen Kollege Reaktorsicherheit und ich nicht zur Arbeit. Ich hoffe daher, dass wir morgen mehr über die Lage berichten können … Ihr schafft das schon, Jungs!

Wirtschaftskrise – woher nur die ganze Grütze nehmen?

Das fragen wir uns nämlich im Moment (zumindest Kollege vom Werksschutz) – ja wir sind zurück – ganz ehrlich. Wie der aufmerksame Leser sicherlich bemerkt hat, ist das Befüllen unseres Kraftwerks-Weblogs mit erquickenden Ergüssen aus unserm feucht-fröhlichen Alltag fast zum Erliegen gekommen. Nun, auch wird sind von der Wirtschaftskrise betroffen. Mit der fortlaufenden Rezession, der Angst vor Prozession und Inflation stieg auch überproportional die Nachfrage nach Grütze – sogar sprunghaft – an. Wir haben nun die doppelte Anzahl von Spaltvorgängen am Tag und sogar unser Grützebär schläft nur alle 2 Wochen, da wir alle Sonderschichten schieben müssen. In einem Wort zusammengefasst: die Überstunden werden wir nie im Leben abfeiern können.
Nun, die Gründe sind einfach: die Bevölkerung besinnt sich wieder auf die richtigen Werte – wo Grütze bis vor kurzem in Kantinen ihr Schattendasein führte (wenn auch da mit erfreulich großen Erfolg) ist Grütze der Renner des Jahres 2009. Nicht nur, dass die Grützeplasma-TVs immer größer werden – mit unseren neuen Delikatessprodukten liegen wir daher voll im Trend: „Grütze, der kleine Luxus“. Das Vorteil liegt hier auf der Hand – der Plasma-TV verbraucht wiederum die aus dem Spaltvorgang gewonnene Energie – ein Schelm, wer böses denkt, aber unser Chef ist schon ein Fuchs!

Top Secret

Durch eine undichte Stelle ist langsam hindurchgesickert (nein, keine Grützekernschmelze im Grützereaktor), dass eine unserer geheimst gehaltenen innovativen Erfindungen, nämlich die Renaturierung bzw. Wiederaufbereitung von Grützestabresten bereits Früchte trägt. Die Chinesen konnten unsere vielen Firewalls in unserer aufwändig abgesicherten EDV-Anlage nicht überwinden, da hatte natürlich unser EDV-Firewall-Beauftragter (EFB, auch „Malte“ genannt) vorgesorgt und extra starke Vorhängeschlosser an den PCs angebracht. Doch gegen Personal, das nicht genug Geld in den Rachen bekommt, ist natürlich keine Grütze gewachsen. Von was wir reden? Von der Grütze-Aufbereitung in geheim gehaltenen Reservaten auf einer Insel, deren Namen wir aus verständlichen Gründen nicht auch noch bekanntgeben können. Sie liegt zwischen Grönland und den britischen Inseln. Dies nur, damit man nicht auf der südlichen Erdhalbkugel nachgoogelt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man die perfekte Bewachung durch weiß verkleidete Wesen (zur Tarnung natürlich als Schafe verkleidet), die die natürliche Wiederaufbereitung überwachen und notfalls auch mal was in sich hineinfressen müssen. Es ist ja schließlich kein Urlaub, der vor Ort verbracht wird, sondern harter und nicht ungefährlicher Security-Dienst. Wenn ihr meint, Google Earth habe schon diese Anlage entdeckt, täuscht ihr euch: Durch permanent wechselnde
Tarnabdeckungen wird von oben allenfalls der Eindruck erweckt, dass es sich um eine ganz normale Schafweide handelt. Da kommt natürlich niemand drauf. Selbst wir sind schon darauf reingefallen, weil ja alles so geheim ist, dass es nicht mal unsere geheime dem Werksschutz angeschlossene Abteilung weiß. Wir haben aber sicherheitshalber unseren Wachhund auf diese kaum bekannte Insel versetzt, damit er die Wölfe im Schafspelz mit seinem scharfen Schäferhundhauge im Auge behält. Man weiß ja nie …

Happy SysAdminDay

Stell dir vor, es ist SysAdminDay und keiner geht hin! Nachdem ja die Administration des Reaktors nicht wirklich in meiner Stellenbeschreibung steht, ich aber trotzdem die Katze aus dem Sack holen muss, wenn die Schmelze mal wieder bevorsteht, weil das aufgebockte Beautycase (wer weiß, um was für ein Gerät es sich handelt, kriegt von mir nen Hundekuchen oder wahlweise ’ne Bratwurst – Kollegen sind von der Aktion natürlich ausgeschlossen), das den Reaktor steuert mal wieder überhitzt, dadurch unendlich langsam wird und keine Leistung mehr zeigt, hat dies heute wohl erst recht keiner gemerkt.
Dabei habe ich mir schon ausgema(h)lt, was die Kollegen – allen voran der Chef – für mich als Präsent haben … aber sogar der Kollege von der Reaktorsicherheit, der neben mir im winzigen Büro sitzt, hat’s vergessen … wahrscheinlich weil _nicht_ alle 2 Minunten das Telefon klingelt und ich mich auffälligerweise ständig beim Anrufer bedanke — ja, dann wäre das wohl klar gewesen.
Nicht dass wir eine neue Serie Grützeplasma-TVs am Start hätten, wo die Grützemoleküle feiner aufgelöst werden, dass man auch jeden kleinsten Korn sieht … nein. Sogar die Batterien für die externe neumodische Tastatur meines >Waschtisches< (wer weiß, um was für ein Gerät es sich handelt, kriegt von mir nen Hundekuchen oder wahlweise ’ne Bratwurst – Kollegen sind von der Aktion natürlich ausgeschlossen) musste ich mir selbst besorgen – okay, ich hab die drei Stück aus der Küchenwage in der Kantine geklaut – in Worten: 3, dabei hat das Teil nichtmal nen Ziffernblog – aber: da bin ich ja jetzt mal gespannt, wie versalzen das Essen am Montag auf Grund der nicht-funktionierenden Küchenwage ist, dass es mal der Chef merkt und hier mal Druck macht und den Sauhaufen vom Kantinenteam endlich feuert – dies wäre mal ein wirklich positiver Nebeneffekt. Also sollte heute (oder am Wochenende) die Bude in die Luft fliegen, werde ich mir das diesmal aus dem Liegestuhl anschauen – nicht an vorderster Front die Suppe auslöffelnd und kämpfend. Das wäre allerdings sehr schade, müsste die Kantine nicht mehr gefeuert werden!

Expensive Shit vs. Mitarbeitermotivation vs. total egal vs. ist doch super vs. funktioniert wenigstens

Nachdem ja im Blogheizkraftwerk nebenan eine mehr oder weniger heftige Diskussion ausgebrochen ist, ob man irgendwelche tollen Sachen mit frechen Früchtchen drauf besitzen muss oder nicht – um es vorweg zu sagen – ja, man muss – kann es durchaus auch ganz einfache Gründe haben, irgendwelche netten Teilchen zu beschleunigen:

  • Es sieht einfach fantastisch aus.
  • Es funktioniert – im Gegensatz zu anderen Produkten.
  • Es funktioniert sogar sehr gut und zu allem Überfluss mal durchdacht, man denke nur an Notebooks, bei denen man wirklich über das Netzkabel stolpern kann und dieses dann aus der Buchse springt – nicht wie das gemeine Gerät von neben an, das vor Schreck gleich mit auf den Steinboden springt – okay, war wohl leicht suizidgefährdet.
  • Sogar die stärksten unter uns können solchen „Spielsachen“ lange Zeit widerstehen … aber dieser Widerstand ist zwecklos, sobald man infiziert ist und man ist ständig auf der Suche, was es denn noch tolles dazu gibt.
  • Die Einwirkungen der Außenwelt sind nicht zu unterschätzen, durch geschicktes Product-Placement in diversen Serien – ja sogar Podcasts bekannter CMS-Entwickler sind voll davon (incl. Auftritten in Paaren) – und da soll man ruhig schlafen können?
  • Unser Grützebär kriegt Provision beim Hersteller.

Um auf den letzten Punkt näher einzugehen – hier ein aktuelles Überwachungsfoto aus dem Büro unseres Kollegen der gerade die Nachtschicht unseres Reaktors betreut:

Malte

Dieses Bild spricht eine eindeutige Sprache – vor allem stimmt schon der erste Punkt – es sieht einfach fantastisch aus!