23. April 2008
Nachdem ja im Blogheizkraftwerk nebenan eine mehr oder weniger heftige Diskussion ausgebrochen ist, ob man irgendwelche tollen Sachen mit frechen Früchtchen drauf besitzen muss oder nicht – um es vorweg zu sagen – ja, man muss – kann es durchaus auch ganz einfache Gründe haben, irgendwelche netten Teilchen zu beschleunigen:
- Es sieht einfach fantastisch aus.
- Es funktioniert – im Gegensatz zu anderen Produkten.
- Es funktioniert sogar sehr gut und zu allem Überfluss mal durchdacht, man denke nur an Notebooks, bei denen man wirklich über das Netzkabel stolpern kann und dieses dann aus der Buchse springt – nicht wie das gemeine Gerät von neben an, das vor Schreck gleich mit auf den Steinboden springt – okay, war wohl leicht suizidgefährdet.
- Sogar die stärksten unter uns können solchen “Spielsachen” lange Zeit widerstehen … aber dieser Widerstand ist zwecklos, sobald man infiziert ist und man ist ständig auf der Suche, was es denn noch tolles dazu gibt.
- Die Einwirkungen der Außenwelt sind nicht zu unterschätzen, durch geschicktes Product-Placement in diversen Serien – ja sogar Podcasts bekannter CMS-Entwickler sind voll davon (incl. Auftritten in Paaren) – und da soll man ruhig schlafen können?
- Unser Grützebär kriegt Provision beim Hersteller.
Um auf den letzten Punkt näher einzugehen – hier ein aktuelles Überwachungsfoto aus dem Büro unseres Kollegen der gerade die Nachtschicht unseres Reaktors betreut:

Dieses Bild spricht eine eindeutige Sprache – vor allem stimmt schon der erste Punkt – es sieht einfach fantastisch aus!
Kategorie Grundlagen, Problembär | 3 Kommentare »
29. Januar 2008
Traurige Nachrichten gibt es vom Kraftwerksgelände zu berichten – auf Grund akuten Schneemangels sahen wir uns heute gezwungen, die aus dem Kollegen Reaktorsicherheit und mir bestehenden Snow Patrol für dieses Jahr präventiv aufzulösen. Man glaub gar nicht, wie frustrierend die Geschichte ist, nach Feierabend noch zu schauen, wo es im Kraftwerk wieder reingeschneit hat – oder auch nicht, ohne Schnee und damit ohne Erfolgserlebnis. Daher genießen wir nun immer öfter unseren täglichen (nun nicht mehr so ganz) wohlverdienten Feierabend nun schon gegen 23 Uhr 59. Mit Wintersport sieht’s daher mit unseren Schlitten auch recht mau aus, die wir extra mit neuesten HighSpeed-Winterreifen bestücken haben lassen, um zu jeder Tag- und Nachtzeit – und dies selbstverständlich bei jeder Witterung – unseren inneren und äußeren Kraftwerksring befahren zu können.
Kategorie Gesamtsituation, Sonntagsarbeit | 1 Kommentar »
23. Oktober 2007
Nachdem wir schon ein Web-Interface für unseren Grützereaktor haben (und die Zapfanlage V2.0 eh neu designen müssen), kam uns der geniale Gedanke, einen PC-Anschluss in die Zapfanlage zu integrieren. Hier stellt sich die Frage, was geeignet ist:
- USB (natürlich 2.0 – wegen des höheren Datendurchsatzes)
- Ethernet (Gigabit – klar, gleicher Grund)
- Parallel (Vorteil: die Anlage könnte wie ein Drucker angesprochen werden)
Ethernet hätte klar den Vorteil, dass man die Anlage erstmal über’s Netz programmieren kann – egal wo man sich gerade herumtreibt. Außerdem könnte man sich köstliche Grützerezepte in die Maschine laden.
Kategorie Zapfanlage | 10 Kommentare »
22. Oktober 2007
Wer denkt sich eigentlich immer diese Titel für die Artikel aus? Ich mein, man muss doch ziemlich bescheuert sein um sich immer den ganzen Müll® einfach nur so aus den Fingern zu saugen!
Kategorie Grundlagen | 2 Kommentare »
22. Oktober 2007
Nachdem wir hier sowieso schon den ganzen Tag beim Feiern sind, wüsche ich dem Kollegen Reaktorsicherheit nochmal auf dem offiziellen Wege alles erbärmlich Gute zum Geburtstag!
Kategorie Grundlagen | 3 Kommentare »
22. Oktober 2007
Da sind wir wieder – und wir haben auch eine neue Zapfanlage. Der Version 2.0 haben wir ein neues Display spendiert mit intelligentem Dialogsystem. Leider haben wir dabei eine Sache außer Acht gelassen … die Anzahl der Stellen in jenem welchem Display:

Nun stellt sich die Frage, was wir mit den 100.000 gelieferten Displays, die wir bei einem chinesischen Fachbetrieb bestellt haben, passieren soll – die Anlage kann ja nicht mal ihren Namen schreiben? Die Anforderungen waren den Jungs ja bekannt …
Nach diesem herben Rückschlag müssen wir nun zurück ans sprichwörtliche Reisbrett … ich werde den Kollegen vorschlagen, die Version 2.1 der Anlage wieder in der Schweiz produzieren zu lassen – die Kommunikation ist einfach einfacher – zumal mein chinesisch recht eingerostet ist.
Kategorie Business, Gesamtsituation, Zapfanlage | 3 Kommentare »
14. Juli 2007
Was passiert, wenn man eine fränkische Firma damit beauftragt, schicke neue Schilder für unsere schier endlosen Kraftwerksgänge zu fertigen?

Wir rufen uns das ganze nochmal ins Gedächtnis … mein Büro ist im Sektor 7T … quasi “T” wie “Totale Grützespaltung” … nicht “D” wie “dodahler Schwachsinn”!
Fairerweise muss ich dazu sagen, dass wieder mal ich an der Geschichte schuld bin – dies hat zwei bis drei nicht von der Hand zu weisende Gründe:
- Ich wollte zum Aufschwung meiner heimischen Wirtschaft beitragen.
- Ich hatte gestern frei, um die Montagearbeiten nicht zu behindern.
- Und: ICH HABE DEN FEHLER GEMACHT, TELEFONISCH ZU BESTELLEN.
Kategorie Gesamtsituation, Grundlagen | 5 Kommentare »
12. Juli 2007
Der ein oder andere treue Leser wird sich schon gewundert haben, warum wir in letzter Zeit so wenig von uns hören lassen … nun ist’s raus: Wir haben einen neuen Reaktor! Nachdem wir mit den Hochleistungsreaktoren aus den 70ern ja recht schlechte Erfahrungen gemacht haben, haben wir uns diesmal für einen jungen Gebrauchten entschieden …

Leider ist das Foto etwas unscharf – es ist gar nicht so einfach, bei voller Fahrt (bzw. beim Beschleunigen des Reaktors) ein gutes Bild zu schießen – zumal der Reaktor nur in annähernd vollständiger Dunkelheit anfahren muss.
Rund 30.000 km hat der Gute auf der Uhr – für einen modernen Reaktor ein Klacks – und der Vorteil: die Inspektion war auch schon drin und ist frisch durchgeführt (incl. neuer Bremsklötze für das Herunterfahren der Anlage). Nun haben Kollege Reaktorsicherheit und ich die letzten Wochen den kontrollierten kollegialen Abbau am alten Standort und den Aufbau bei uns in der Stubn äääh auf dem Gelände akribisch genau beaufsichtigt. Das heißt: Überstunden ohne Ende, wo wir aus dem Abfeiern schon gar nicht mehr rauskommen.
Nun zu dem – zumindest für’s Kraftwerk – angenehmen Teil: Wie man auf einem der ersten Fotos sehen kann, reicht der Tacho bis 300 Sachen – ein respektabler Wert (der wohl nicht ganz realisierbar sein wird). Nach ersten Tests erreicht man mit dem gleichen Grütze-Input auch den gleichen Output – dies aber in einer geradezu lächerlich geringen Spaltzeit. Der Reaktor ist definitiv mein neuer Lieblingsreaktor, auch wenn Kollege Reaktorsicherheit auf Altbewährtes setzt.
Wir werden sehen, ob der neue Reaktor auch die 100.000 schafft – bis dahin wird der alte Reaktor sicher der beste Freund unserer Werkstatt bleiben.
Kategorie Frühschicht, Gesamtsituation, Reaktor, Reaktorsicherheit, Supergau | 0 Kommentare »
19. Mai 2007
An dieser Stelle möchte ich alle Gerüchte entkräften, die vom Bau einer EU Grütze-Pipeline wissen wollen. Ich zitiere hier, wie bereits in der Überschrift unseren Kraftwerksdirektor. Diese Verlautbarung wurde vor wenigen Stunden nach einer eiligst einberufenen Telefonkonferenz der zuständigen Stellen, sowie Mitgliedern der Bundesregierung veröffentlicht.
Darin steht sinngemäß: es ist weder vorgesehen eine Pipeline über oder durch den Brenner nach Italien, noch durch Frankreich über die Pyrenäen nach Spanien in dortige Obstanbaugebiete zu bauen, um die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen. (Zumindest solange nicht, bis sich die Marketingabteilung bezüglich der Farbe der Pipeline-Ummantelung einigen kann.)
Kategorie Business, Energiepolitik, Gesamtsituation, Reaktorsicherheit | 2 Kommentare »
19. Mai 2007
“Energiegewinnung aus Grütze könnte geostrategische Vorteile in sich tragen.” das zumindest verlautete aus nicht weiter genannten aber gut informierten Kreisen in der unmittelbaren Umgebung der Bundesregierung.
So wurde es mir zumindest von einem Vertriebsmitarbeiter unseres Kraftwerks mitgeteilt, der gerade in Berlin mit einem Staatssekretär oder Mitarbeiter im Umweltbundesamt Kaffee trinken war.
Wenn man sich die heutigen politschen Entwicklungen so ansieht, ist es an sich nicht verwunderlich, dass sich Frau Merkel noch Optionen offenhalten muss:
“EU-Russland-Gipfel endet in offenem Streit
Heftige Turbulenzen in Samara
Raketenschild, Denkmalstreit, Fleischlieferungen, Energiesicherheit – immer wieder waren diese Themen im Vorfeld des EU-Russland-Gipfels in Samara als die großen Probleme genannt worden, die es zu klären gebe.”
(Quelle: Artikel bei tagesschau.de)
Wahrscheinlich werden im Umfeld des anstehenden G8-Gipfels intensivere Gespräche über den Bau eines vollwertigen Grützekraftwerks stattfinden. Vielleicht bei 2 Tassen Kaffe und einem Cappuchino, wie der Kollege meinte. Damit könnte Deutschland von Energielieferungen aus Russland unabhängig werden. Eventuell wird ja dann durch eine EU-weite Grützeverstromung der endgültige Ausstieg aus der Atomkraft eingeläutet.
Ich teile ja seine Euphorie, denn die Grützespaltung ist mittlerweile eine der sichersten Technologien in diesem Gebiet. Ich bin gespannt und Kollege Supergau will mit dem Reaktor schon wieder “richtig Gas geben”. Da ist er anders veranlagt als Kollege Putin, wie es manchmal scheint.
Kategorie Business, Energiepolitik, Gesamtsituation, Reaktor, Reaktorsicherheit | 1 Kommentar »