Wirtschaftskrise – woher nur die ganze Grütze nehmen?

Das fragen wir uns nämlich im Moment (zumindest Kollege vom Werksschutz) – ja wir sind zurück – ganz ehrlich. Wie der aufmerksame Leser sicherlich bemerkt hat, ist das Befüllen unseres Kraftwerks-Weblogs mit erquickenden Ergüssen aus unserm feucht-fröhlichen Alltag fast zum Erliegen gekommen. Nun, auch wird sind von der Wirtschaftskrise betroffen. Mit der fortlaufenden Rezession, der Angst vor Prozession und Inflation stieg auch überproportional die Nachfrage nach Grütze – sogar sprunghaft – an. Wir haben nun die doppelte Anzahl von Spaltvorgängen am Tag und sogar unser Grützebär schläft nur alle 2 Wochen, da wir alle Sonderschichten schieben müssen. In einem Wort zusammengefasst: die Überstunden werden wir nie im Leben abfeiern können.
Nun, die Gründe sind einfach: die Bevölkerung besinnt sich wieder auf die richtigen Werte – wo Grütze bis vor kurzem in Kantinen ihr Schattendasein führte (wenn auch da mit erfreulich großen Erfolg) ist Grütze der Renner des Jahres 2009. Nicht nur, dass die Grützeplasma-TVs immer größer werden – mit unseren neuen Delikatessprodukten liegen wir daher voll im Trend: „Grütze, der kleine Luxus“. Das Vorteil liegt hier auf der Hand – der Plasma-TV verbraucht wiederum die aus dem Spaltvorgang gewonnene Energie – ein Schelm, wer böses denkt, aber unser Chef ist schon ein Fuchs!

Top Secret

Durch eine undichte Stelle ist langsam hindurchgesickert (nein, keine Grützekernschmelze im Grützereaktor), dass eine unserer geheimst gehaltenen innovativen Erfindungen, nämlich die Renaturierung bzw. Wiederaufbereitung von Grützestabresten bereits Früchte trägt. Die Chinesen konnten unsere vielen Firewalls in unserer aufwändig abgesicherten EDV-Anlage nicht überwinden, da hatte natürlich unser EDV-Firewall-Beauftragter (EFB, auch „Malte“ genannt) vorgesorgt und extra starke Vorhängeschlosser an den PCs angebracht. Doch gegen Personal, das nicht genug Geld in den Rachen bekommt, ist natürlich keine Grütze gewachsen. Von was wir reden? Von der Grütze-Aufbereitung in geheim gehaltenen Reservaten auf einer Insel, deren Namen wir aus verständlichen Gründen nicht auch noch bekanntgeben können. Sie liegt zwischen Grönland und den britischen Inseln. Dies nur, damit man nicht auf der südlichen Erdhalbkugel nachgoogelt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man die perfekte Bewachung durch weiß verkleidete Wesen (zur Tarnung natürlich als Schafe verkleidet), die die natürliche Wiederaufbereitung überwachen und notfalls auch mal was in sich hineinfressen müssen. Es ist ja schließlich kein Urlaub, der vor Ort verbracht wird, sondern harter und nicht ungefährlicher Security-Dienst. Wenn ihr meint, Google Earth habe schon diese Anlage entdeckt, täuscht ihr euch: Durch permanent wechselnde
Tarnabdeckungen wird von oben allenfalls der Eindruck erweckt, dass es sich um eine ganz normale Schafweide handelt. Da kommt natürlich niemand drauf. Selbst wir sind schon darauf reingefallen, weil ja alles so geheim ist, dass es nicht mal unsere geheime dem Werksschutz angeschlossene Abteilung weiß. Wir haben aber sicherheitshalber unseren Wachhund auf diese kaum bekannte Insel versetzt, damit er die Wölfe im Schafspelz mit seinem scharfen Schäferhundhauge im Auge behält. Man weiß ja nie …

Happy SysAdminDay

Stell dir vor, es ist SysAdminDay und keiner geht hin! Nachdem ja die Administration des Reaktors nicht wirklich in meiner Stellenbeschreibung steht, ich aber trotzdem die Katze aus dem Sack holen muss, wenn die Schmelze mal wieder bevorsteht, weil das aufgebockte Beautycase (wer weiß, um was für ein Gerät es sich handelt, kriegt von mir nen Hundekuchen oder wahlweise ’ne Bratwurst – Kollegen sind von der Aktion natürlich ausgeschlossen), das den Reaktor steuert mal wieder überhitzt, dadurch unendlich langsam wird und keine Leistung mehr zeigt, hat dies heute wohl erst recht keiner gemerkt.
Dabei habe ich mir schon ausgema(h)lt, was die Kollegen – allen voran der Chef – für mich als Präsent haben … aber sogar der Kollege von der Reaktorsicherheit, der neben mir im winzigen Büro sitzt, hat’s vergessen … wahrscheinlich weil _nicht_ alle 2 Minunten das Telefon klingelt und ich mich auffälligerweise ständig beim Anrufer bedanke — ja, dann wäre das wohl klar gewesen.
Nicht dass wir eine neue Serie Grützeplasma-TVs am Start hätten, wo die Grützemoleküle feiner aufgelöst werden, dass man auch jeden kleinsten Korn sieht … nein. Sogar die Batterien für die externe neumodische Tastatur meines >Waschtisches< (wer weiß, um was für ein Gerät es sich handelt, kriegt von mir nen Hundekuchen oder wahlweise ’ne Bratwurst – Kollegen sind von der Aktion natürlich ausgeschlossen) musste ich mir selbst besorgen – okay, ich hab die drei Stück aus der Küchenwage in der Kantine geklaut – in Worten: 3, dabei hat das Teil nichtmal nen Ziffernblog – aber: da bin ich ja jetzt mal gespannt, wie versalzen das Essen am Montag auf Grund der nicht-funktionierenden Küchenwage ist, dass es mal der Chef merkt und hier mal Druck macht und den Sauhaufen vom Kantinenteam endlich feuert – dies wäre mal ein wirklich positiver Nebeneffekt. Also sollte heute (oder am Wochenende) die Bude in die Luft fliegen, werde ich mir das diesmal aus dem Liegestuhl anschauen – nicht an vorderster Front die Suppe auslöffelnd und kämpfend. Das wäre allerdings sehr schade, müsste die Kantine nicht mehr gefeuert werden!

Expensive Shit vs. Mitarbeitermotivation vs. total egal vs. ist doch super vs. funktioniert wenigstens

Nachdem ja im Blogheizkraftwerk nebenan eine mehr oder weniger heftige Diskussion ausgebrochen ist, ob man irgendwelche tollen Sachen mit frechen Früchtchen drauf besitzen muss oder nicht – um es vorweg zu sagen – ja, man muss – kann es durchaus auch ganz einfache Gründe haben, irgendwelche netten Teilchen zu beschleunigen:

  • Es sieht einfach fantastisch aus.
  • Es funktioniert – im Gegensatz zu anderen Produkten.
  • Es funktioniert sogar sehr gut und zu allem Überfluss mal durchdacht, man denke nur an Notebooks, bei denen man wirklich über das Netzkabel stolpern kann und dieses dann aus der Buchse springt – nicht wie das gemeine Gerät von neben an, das vor Schreck gleich mit auf den Steinboden springt – okay, war wohl leicht suizidgefährdet.
  • Sogar die stärksten unter uns können solchen „Spielsachen“ lange Zeit widerstehen … aber dieser Widerstand ist zwecklos, sobald man infiziert ist und man ist ständig auf der Suche, was es denn noch tolles dazu gibt.
  • Die Einwirkungen der Außenwelt sind nicht zu unterschätzen, durch geschicktes Product-Placement in diversen Serien – ja sogar Podcasts bekannter CMS-Entwickler sind voll davon (incl. Auftritten in Paaren) – und da soll man ruhig schlafen können?
  • Unser Grützebär kriegt Provision beim Hersteller.

Um auf den letzten Punkt näher einzugehen – hier ein aktuelles Überwachungsfoto aus dem Büro unseres Kollegen der gerade die Nachtschicht unseres Reaktors betreut:

Malte

Dieses Bild spricht eine eindeutige Sprache – vor allem stimmt schon der erste Punkt – es sieht einfach fantastisch aus!

Nix mit Snow Patrol

Traurige Nachrichten gibt es vom Kraftwerksgelände zu berichten – auf Grund akuten Schneemangels sahen wir uns heute gezwungen, die aus dem Kollegen Reaktorsicherheit und mir bestehenden Snow Patrol für dieses Jahr präventiv aufzulösen. Man glaub gar nicht, wie frustrierend die Geschichte ist, nach Feierabend noch zu schauen, wo es im Kraftwerk wieder reingeschneit hat – oder auch nicht, ohne Schnee und damit ohne Erfolgserlebnis. Daher genießen wir nun immer öfter unseren täglichen (nun nicht mehr so ganz) wohlverdienten Feierabend nun schon gegen 23 Uhr 59. Mit Wintersport sieht’s daher mit unseren Schlitten auch recht mau aus, die wir extra mit neuesten HighSpeed-Winterreifen bestücken haben lassen, um zu jeder Tag- und Nachtzeit – und dies selbstverständlich bei jeder Witterung – unseren inneren und äußeren Kraftwerksring befahren zu können.

Schnitte oder keine Schnitte?

Nachdem wir schon ein Web-Interface für unseren Grützereaktor haben (und die Zapfanlage V2.0 eh neu designen müssen), kam uns der geniale Gedanke, einen PC-Anschluss in die Zapfanlage zu integrieren. Hier stellt sich die Frage, was geeignet ist:

  • USB (natürlich 2.0 – wegen des höheren Datendurchsatzes)
  • Ethernet (Gigabit – klar, gleicher Grund)
  • Parallel (Vorteil: die Anlage könnte wie ein Drucker angesprochen werden)

Ethernet hätte klar den Vorteil, dass man die Anlage erstmal über’s Netz programmieren kann – egal wo man sich gerade herumtreibt.

Außerdem könnte man sich köstliche Grützerezepte in die Maschine laden.

Zapfanlage reloaded

Da sind wir wieder – und wir haben auch eine neue Zapfanlage. Der Version 2.0 haben wir ein neues Display spendiert mit intelligentem Dialogsystem. Leider haben wir dabei eine Sache außer Acht gelassen … die Anzahl der Stellen in jenem welchem Display:

Nun stellt sich die Frage, was wir mit den 100.000 gelieferten Displays, die wir bei einem chinesischen Fachbetrieb bestellt haben, passieren soll – die Anlage kann ja nicht mal ihren Namen schreiben? Die Anforderungen waren den Jungs ja bekannt …

Nach diesem herben Rückschlag müssen wir nun zurück ans sprichwörtliche Reisbrett … ich werde den Kollegen vorschlagen, die Version 2.1 der Anlage wieder in der Schweiz produzieren zu lassen – die Kommunikation ist einfach einfacher – zumal mein chinesisch recht eingerostet ist.

Welcome to Franconia

Was passiert, wenn man eine fränkische Firma damit beauftragt, schicke neue Schilder für unsere schier endlosen Kraftwerksgänge zu fertigen?

Wir rufen uns das ganze nochmal ins Gedächtnis … mein Büro ist im Sektor 7T … quasi „T“ wie „Totale Grützespaltung“ … nicht „D“ wie „dodahler Schwachsinn“!

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass wieder mal ich an der Geschichte schuld bin – dies hat zwei bis drei nicht von der Hand zu weisende Gründe:

  • Ich wollte zum Aufschwung meiner heimischen Wirtschaft beitragen.
  • Ich hatte gestern frei, um die Montagearbeiten nicht zu behindern.
  • Und: ICH HABE DEN FEHLER GEMACHT, TELEFONISCH ZU BESTELLEN.