Monty Python lived here

29. Oktober 2006

Aus unserer Rubrik “unser Kraftwerk soll schöner werden” gibt es ein wahres Highlight zu berichten: Michael Palin war persönlich bei uns – während seiner 80tägigen Reise um die Welt -, um dieses Schild am Kraftwerk anzubringen:

Monty Python lived here

Monty Python lived here

Was nicht einmal wir wussten: Ein Mitglied der britischen Kult-Komikertruppe Monty Python hatte sich im Jahr 1976 bei uns im Kraftwerksgebäude häuslich niedergelassen! Nachdem Reaktorsicherheit und ich begnadete Pythonisten vor dem Herrn sind, ließen wir uns die Feierlichkeiten und deren Organisation nicht entgehen. Michael Palin wurde selbstverständlich mit frischer Grütze empfangen. Allerdings blieb uns leider nicht viel Zeit, da Michael auf der Durchreise war und es ziemlich eilig hatte. Zum Abschied überreichten wir ihm selbstverständlich noch eine Grütze-Zapfanlage, die ja in Großbritannien noch nicht erhältlich ist (und er auf der Suche nach Grützefässern etwas Nachfrage generiert – Stichwort “anfixen”).

Mitarbeitermotivation vs. Kraftwerksbeschallung

16. Oktober 2006

Gerade hat mich der Chef aus meinem Nachmitternachtsnickerchen geklingelt. Gerade als mir ein supermassives schwarzes Loch im Traum erschien … nun, vielleicht auch klingeltonbedingt, ich war leider nicht hartnäckig genug, den Ton des Fons zu ignorieren.

Jedenfalls soll ab heute früh unser Kantinenradio gezielt zur Mitarbeitermotivation herangezogen werden und damit der Morgen versüßt werden. Nach dem Studium meiner kompakten Disc-Sammlung haben sich folgende Titel als geeignet erwiesen – zumindest dem Titel nach:

  • Placebo – Pure Morning (hoffentlich springt dabei niemand vom Kraftwerksdach)
  • Razorlight – In The Morning (ich weiß schon, die Jungs und Mädels werden sich an nichts erinnern)
  • Rialto – [Monday Morning] 5:19
  • Oasis – Morning Glory
  • The Boo Radleys – Wake Up ([It's A Beautiful Morning] ich weiß, es ist gelogen)
  • Cat Stevens – Morning Has Broken (müsste das nicht ‘is broken’ heißen?)

Ich würde sagen, wie schließen das ganze dann mit “Another Cup of Coffee” pünktlich zur Kaffeepause ab und den gelungenen – und supergaufreien – Start in die Woche zu gewährleisten.

The Stig?

14. September 2006

Nachdem sich wahrscheinlich viele Leser gefragt haben, warum ich “Stig” und nicht “stick” geschrieben habe … nun, des Rätsels Lösung liegt hier. Allerdings konnten wir auch jenen welchen nicht lange an unseren Kraftwerksampeln aufhalten.

Schalldämpfer

13. September 2006

Da ist man grad ein paar Tage nicht im Büro (Stichwort ‘Home-Office’) und dann sowas … nachdem ich mit dem Kollegen Reaktorsicherheit, der das gleiche Schicksal teilte, am Morgen eine kleine Ehrenrunde drehte, um zu schauen, ob im Kraftwerk alles in Ordnung war, passierte es. Nein, der Grützeschadbär ist immer noch nicht aufgetaucht, nein wir sind auch nicht über eine rote Ampel gelaufen. Wir haben den entscheidenden Fehler begangen, die Tür zum Reaktor zu öffnen – eigentlich keine schlimme Geschichte, machen wir des öfteren, um das Spaltergebnis zu prüfen – natürlich nur vor oder nach dem Spaltungsvorgang.
Also Tür auf dann hatten wir den Salat bzw. eher die Grütze – wir sind einfach so in den Spaltungsvorgang reingeplatzt – was normal eigentlich gar nicht passieren kann, weil der Reaktor schon recht laut ist (das sollte man merken). Wenn Milliaren Grützeatome durch den Raum fliegen kann es durchaus zu einer mittleren bis großen Sauerei kommen – abgesehen davon, was passiert, wenn die Grütze ins Trinkwasser fließt – nun, zur Beruhigung: _das_ konnten wir durch beherztes Schließen der Tür verhindern.

Jedenfalls hat unser Chef während unserer qualifizierten Abwesenheit eine Schalldämpfung einbauen lassen, der Reaktor schnurrt wie ein Kätzchen – man merkt nun nicht mehr, ob dat Ding läuft oder nicht. Sinnigerweise lief grad “My Favourite Game” über die Kraftwerksbeschallung … so wird das Betreten des Reaktors zum Glücksspiel – oder man schaut auf den Spaltungsplan (was ja bis jetzt nicht nötig war). Umweltschutz und Lärmbelästigung in allen Ehren, aber wenn man sich an das Spaltgeräusch gewöhnt hat, ist es auch schon egal.

Caught the stig …

26. August 2006

Nachdem unser einziger und vor allem treuer Leser fast unbemerkt vor einiger Zeit bereits uns ein Stöckchen vor’s Kraftwerk geworfen hat gibt es nun die Antworten – natürlich auch, um das Sommerloch zu stopfen … der Grützeschadbär läuft auch noch frei rum, Urlaub gibt’s auch keinen – also:

Why are you blogging?

Ursprünglich ging es nur um die Dokumentation unserer Kraftwerkswette, wie oft Pete Doherty dieses Jahr verhaftet wird, da wir uns schon nach kürzester Zeit nicht mehr erinnern konnten, wer wie oft und warum getippt hatte.

Natürlich ist der zweite Grund, Jay zu zeigen, dass ein Blog bereits nach kürzester Zeit eine google-Pagerank von 3/10 (nicht nur 2/10) haben kann und wir nicht den blassesten Schimmer haben warum.

When did you start blogging?

24-04-2006, ein Montag, der gleiche Tag, an dem mir die Idee mit dem Flux-Kompensator … mist, falscher Film.

Why are people reading your blog(s)?

Weil sie genauso krank wie wir sind oder einen genauso stressigen Job haben und das erlebte einfach raus muss!? <- vermute ich mal.

What was the last search result, which got someone visiting your site?

Frach den gockel … vielleicht “Grütze” … muss mal den awstats wieder installieren.
Which of your posts did wrongfully not get the necessary attention?

Definitiv die “Privatnutzung des Kantinenmobiliars” – das hat uns echt viel Arbeit gekostet.

What is your favorite Blog?

Da gibt’s ein paar … www.maljaysia.de und der www.typoblogger.de natürlich, www.bildblog.de, www.lawblog.de oder der www.hostblogger.de

Zeitsprung

22. August 2006

Wir haben es geschafft – es ist Murmeltiertag bei uns im Kraftwerk. Nachdem ich gerade am (kürzlich neu-angeschafften) Tisch beim morgentlichen Frühstück mit den Kollegen zum vierten Mal die gleiche Unterhaltung gehört habe, kann ich nur darauf schließen, dass die Jungs entweder
a) unseren alten Flux-Kompensator – der Reisen durch die Zeit erst möglich macht – wieder gefunden haben
oder mich
b) einfach auf den Arm nehmen wollen.
Ich tendiere zu Möglichkeit a). Das wäre jedenfalls die einzig plausible Erklärung.

Supersicher, supergeheim

14. August 2006

Ich ringe noch ein bischen mit mir, der Kraftwerksdirektion vorzuschlagen, den geplanten zweiten Grützefusionsforschungsreaktor in der Schweiz zu bauen. Das hat viele Vorteile der Geheimhaltung wegen. Dort könnte man sich nämlich gut rausreden, wenn man versehentlich das Wort “Grütze” ausplappert. Man kann einfach sagen, man hat einen umherstehenden Bekannten gegrüßt. Das klingt dort schließlich ähnlich. Das ist echt gut. Ich schreib mal ein Memo.

Ampelsystem

7. August 2006

Nachdem wir unseren Grützeschadbären immer noch nicht gefasst haben, unsere Einbahnstraßenbeschilderung versagt hat und heute morgen wieder ein Grützebecken teilweise geleert war, hat uns unser Chef dieses Ampelsystem genehmigt. Weil: wenn es ein schlauer Bär ist, dann geht er bei Rot nicht über die Straße (bzw. unseren Kraftwerkshighway), wenn doch, wird er überfahren. Dieser Logik konnte ich mich durchaus anschließen. Wobei – im zweiten Fall sollte man der Kantine _nicht_ bescheid geben … sonst gibt’s wieder die ganze Woche Bärentatzen oder Bärenkopf auf der Speisekarte. Obwohl – zäher als der olle Lederfußball kann der Bär auch nicht sein!

Ampelzucht

Ist das ein Problem, Bär?

27. Juli 2006

Mal ganz abgesehen davon, dass uns dieser Bär mit seiner Präsenz so mittelbar nach dem tragischen Ableben seines Bärenkollegen Bruno beglückt – was steckt hinter dieser Häufung von Zwischenfällen in Zusammenhang mit Meister Petz? Nicht genug, dass ich schon einige Nächte wegen der anhaltenden Hitze nicht schlafen konnte, nein, auch unser bäriger Freund bereitet mir Schlaflosigkeit.

Was führt ihn auf unser Gelände? Was ist an Grütze so interessant? (Ich meine für Bären, schon klar, oder?). Warum steppt der Bär auf Kraftwerkswiesen?
Ist’s Wissbegier, gar Forscherdrang?
Oder – was verständlich wär’ – der Drang zu Überleben?
Denn in der Not, da frisst der Bär die Grütze.
Ob Rot, ob Grün, ganz einerlei:
wohlig füllt der Grützebrei des darbend Bären Magen.

Derart gesättigt steht der Sinn nicht mehr nach Schaf, Geflügel, Rind und andern fleischlich Waren.
So hat’s sein Gutes – alldieweil – ich bin’s noch nicht zufrieden!

Wie ward es möglich ihm, dem Ursus, des Kraftwerks schützend Wall
so mir nix dir nix zu durchbrechen
und sich am Grützevorrat schadlos haltend
Nächte zu durchzechen?

(Wenn Nachts tropische Temparaturen vorherrschen, spreche/denke/träume/fabuliere ich oft in gebundener Sprache. Klingt komisch, is aber so.)

Sinnierend nächtens auf dem Lager wälzend blitzt es mir in Gedanken auf:
was, wenn alles missverstanden wär’? Wenn er -
der Bär – nicht wahrhaft menschlich’ sprachbegabt – gar “Bär’n” mit “Beeren” schicksalhaft verwechselte?
Wähnt’ ihn gar, dass BÄREN und nicht BEEREN wir der Grütze beigemengt?
Des Bären Ohr, wie nimmt es unsre Sprach’ wohl wahr?
Wollt’ am End’ er seine Brüder aus des Werkes Fängen wohl befreien, und seine Schwestern auch?
Edler Kämpfer, Bär, für Freiheit, Gleichheit, Bärigkeit?

So lasst ihn ziehen, preist ihm Ehr’! Ein’ solchen Bären find’t so schnell ihr nimmermehr!

Bei uns zu Haus im Kraftwerk …

22. Juli 2006

… wenn ich schon am Samstag kurz im Büro vorbeischauen musste, gibt’s wenigstens ein Foto vom Grützekühlturm, den man von meinem Bürofenster aus betrachten kann.

Grützeturm