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Si tacuisses, philosophus mansisses!

Unsere Konzernetage wartete absichtlich so lange seit ihrem letzten Statement. Aber jetzt muss Tacheles geredet werden. Die stolpernde Regierungskoalition erhält von uns die dunkelrote Karte, bevor uns allen die Rohgrütze von den protestierenden Bauern um die Ohren geschleudert wird, wie unser Pressereferent mit stark erhöhtem Puls vor der internationalen Presse ausführte. Die derzeitige Ampel machte nämlich vor zwei Jahren einen schwerwiegenden Fehler: GRIPS nicht rückwirkend in eine geplante Viererkoalition aufgenommen zu haben. Warum rückwirkend? Eigentlich war alles klar. Das Vierer-Ampel-Logo und das ausführliche Wahlprogramm, das auf EIN Ampelsymbol (etwa Bierdeckelgröße) gepasst hätte, waren schon vorhanden. Wir hätten eine Unmenge toller Ideen einbringen können. Aber noch ehe diese innovative Ampel in Betrieb gehen konnte, platzte alles, nur weil wir das Innovations- und Grützeministerium führen und dies nicht dem kleinsten Ampelpartner mit kaum einem Prozentchen Wählern überlassen wollten. Man sieht jetzt: Ohne Grips geht’s eben nicht. Ohne Grütze auch nicht. Wie schrieben wir vor zwei Jahren:

„Dennoch sind wir – unter uns gesagt – natürlich Bestandteil der künftigen Ampelkoalition als vierter Partner (siehe Foto, das grüne Licht sind wir!).

Und weiter:

„Das haben unsere künftigen Koalitionspartner natürlich erkannt und uns sofort in die Ampelkoalition aufgenommen, bevor wir uns anderweitig engagieren. Natürlich werden wir das Innovations- und Grützeministerium führen, das dürfte wohl klar sein.“

Insofern müssen wir zähneknirschend einräumen, dass wir uns zum ersten Mal seit Bestehen unseres Konzerns gewaltig geirrt haben und uns täuschen ließen. Manch missgünstiger Mensch wird jetzt sagen: „Haben wir kommen sehen – Schuster bleib bei deinen Leisten!“. Okay, deshalb werden wir nur dann unsere GRIPS-Partei wieder ins Rennen schicken, wenn wir die meisten Stimmen akquirieren und den Grützekanzler stellen können.

Nun widmen wir uns bevorzugt wieder unserer Konzernstrategie mit innovativer Versuchsabteilung, den bombensicheren unterirdischen Grützekraftwerken und dem sensationellen Grützeverstromungs-Output, der nach wie vor aus den Steckdosen kommt. Eigentlich wollten wir verschweigen, dass wieder etwas Großartiges in der Mache ist, aber jetzt ist es halt herausgerutscht … Die Lateiner würden sagen: „Si tacuisses, philosophus mansisses!“

HAPPY NEW EAR everyone!


Aus unserer Reihe „Wir tun so, als hätten wir’s nicht gemerkt“ anbei unsere Neujahrsgrüße … vielleicht sollten wir das nächste Mal zeitnah kontrollieren, ob der Gruß- und Großbuchstaben-Lieferant richtig gearbeitet hat – evtl. hat sich aber auch ein Fehler unseres Chefeinkäufers eingeschlichen, der nur wieder an’s Essen dachte!

Grützeschadbären schuld an der Finanzkrise?

Parteiinterne, gut unterrichtete, aber namentlich nicht genannte Kreise diskutieren, ob Grützeschadbären nicht indirekt an den Kosten der Bankensanierung beteiligt werden können. Die zur Bankenrettung vom Steuerzahler aufgewendeten Mittel sollen nach Meinung von parteiinternen Politikern auch von Schadbären wieder erstattet werden. Letztere seien indirekt am Niedergang der Finanzmärkte beteiligt, da die von den Banken kurz zuvor neu eingeführten Grützeplasmabildschirme angeblich nicht voll funktionsfähig waren, wenn das Bilschirminterne Grützereservoir (Grützetank rot/grün) nicht einen Mindestfüllstand aufwiesen.

Da nun an den Finanzmärkten neben den Bullen auch nicht wenige Bären ihre Heimstatt hätten, sei es laut Angaben der Bankinstitute zu mehreren Fällen von Grützeentwendung durch Schadbären gekommen.

Diese hätten zur handelsfreien Zeit sich über die Grützeplasmaschirme und die in den Reservoirs enthaltene Grütze schadlos gehalten, also leergeschürft. Durch die fehlende Grützemenge war die Farbdarstellung der Plasmamonitore beeinträchtigt, welche nun die Darstellung der Wertpapierkurse verfälschten und in Folge falsche Entscheidungen seitens der Wertpapierbroker verschuldeten.